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Die Glutenallergie

Diskutiere Die Glutenallergie im Gesundheitstipps und Gesundheitsfragen Forum Forum im Bereich Alles was uns sonst noch bewegt; Die Glutenallergie scheint auf dem Vormarsch zu sein – immer mehr Menschen haben sie! Aber sie ist nicht nur eine Allergie, die Glutenallergie...

  1. Lapeno

    Lapeno Mitglied

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    Die Glutenallergie scheint auf dem Vormarsch zu sein – immer mehr Menschen haben sie! Aber sie ist nicht nur eine Allergie, die Glutenallergie oder Gluten Unverträglichkeit zählt zu den Autoimmunkrankheiten. Es handelt sich damit um eine chronische Erkrankung, bei der hauptsächlich der Dünndarm, beziehungsweise die Dünndarmschleimhaut, in Mitleidenschaft gezogen ist.

    Betroffene reagieren allergisch auf das Klebereiweiß (das Gluten),das in bestimmten Getreidearten vorkommt. Dazu gehören die bei uns am häufigsten vorkommenden Getreidearten: Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel und Grünkern.
    Wird die Glutenallergie bereits bei einem Säugling diagnostiziert, spricht man von einer Zöliakie. Bei Erwachsenen spricht man bei der Glutenallergie von einer Sprue.

    So macht sich eine Glutenallergie bemerkbar
    Häufige Symptome sind Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit. Allerdings sind das alleine noch keine Symptome, die zwangsläufig auf eine Glutenallergie schließen lassen! Wichtig ist die Aussage Betroffener über ihre Ernährung.

    Zudem treten bei einer Glutenallergie, so wie auch bei anderen Allergien gegen Nahrungsmittel, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Gewichtsverlust und Appetitlosigkeit auf. Auch Atemprobleme sind möglich, und schlimmstenfalls ein lebensbedrohlicher anaphylaktischer Schock.

    Es ist wie bei jeder Allergie:
    Der Organismus wehrt sich gegen scheinbar schädigende Stoffe – und produziert sofort Antikörper! Kommt er erneut mit dem Stoff in Berührung, werden Botenstoffe ausgeschüttet. Als Folge entzündet sich die Dünndarmschleimhaut. Es können auch Gewebezellen der Darmwand geschädigt werden – und dies führt zu einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen durch den Darm.

    Daraus kann sich mit der Zeit ein Mangel an Vitaminen, Eiweißen und Eisen entwickeln. Schlimmstenfalls kann das bei Kindern sogar zu Wachstums- und Entwicklungsstörungen führen! Für die Diagnose einer Glutenallergie ist ein Zöliakie-Test im Blut erforderlich, und zwecks Gewebeanalyse muss außerdem eine Gewebeprobe aus dem Zwölffingerdarm untersucht werden.

    Therapie der Glutenallergie
    Wurde eine Glutenallergie festgestellt, heißt es eine lebenslange Therapie einzuschlagen! Das bedeutet einen Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel, denn nur auf diese Weise ist eine Regeneration der entzündeten Darmschleimhaut möglich. Diese nimmt dann auch wieder ihre normale Arbeit auf.

    Ist erst einmal der Transport und die Aufbereitung der Nahrung im Darm wieder optimal gewährleistet, verbessern sich auch jene Erkrankungen, die durch das Fehlen von Vitaminen und Mineralstoffen entstanden sind.

    Das darf man bei einer Glutenallergie essen
    Auf keinen Fall essen sollte man Backwaren, wie Brot, Kuchen und Kekse, ebenso sollte man Teigwaren, wie Nudeln und Pizza vom Speiseplan streichen. Gefährlich werden können auch Gewürze und Gewürzmischungen – und auch in Bier und in Müsli, Ketchup, Joghurt und Wurst können Stoffe enthalten sein, auf die man bei einer Glutenallergie lieber verzichten sollte.

    Keine Gluten enthalten die folgenden Lebensmittel: Kartoffeln, Milch, Fleisch und Fisch, außerdem Nüsse, Obst, Gemüse, Butter und Weizenkeimöl - diese enthalten keine Glutenallergie auslösenden Stoffe! Auch Weizenkeimöl darf verzehrt werden, da es aus dem Keim des Weizens hergestellt wird. Das in diesem Fall zur Allergie führende Gluten ist nur im Mehlkörper vorhanden.

    Auf Brot muss man nicht unbedingt verzichten! Es gibt Alternativen zu den herkömmlichen Getreidesorten, nämlich Reis, Hirse, Mais und Buchweizen, Brot kann man aber natürlich auch aus Kartoffelmehl, aus Soja- oder Kastanienmehl herstellen.

    Empfehlenswert kann die Anschaffung eines speziellen Brotbackautomaten sein: hier gibt es spezielle Programme für Allergiker, und es ist sehr oft eine einfache Möglichkeit, stets zu frischem „ungefährlichem“ Brot zu kommen! Eine Anschaffung lohnt sich also, denn je nach persönlichem Wohnort kann eine Suche nach dem „richtigen Brot“ langwierig sein...

    Auch naturbelassene Getränke wie Kaffee, Wein und Fruchtsäfte, die nicht in irgendeiner Form aufgearbeitet sein dürfen, kommen selbstverständlich in Frage!

    Einkaufen kann man nicht nur in einem Reformhaus – auch in gut sortierten Supermärkten gibt es mittlerweile ein reichhaltiges Angebot. Bei Bedarf kann man oft auch auf eine Beratung zurückgreifen, allgemein sollte man aber die Zutatenliste der Lebensmittel sehr genau beachten!

    Übrigens gilt ein Lebensmittel dann als glutenfrei, wenn in einem Kilogramm dieses Lebensmittels nicht mehr als 20 Milligramm Gluten enthalten sind. Weitere Inhaltsstoffe, die eine Glutenallergie auslösen können, müssen genau gekennzeichnet, beziehungsweise in der Liste der Zutaten aufgeführt sein. Eine gute Übersicht über die Inhaltsstoffe vieler Handelsprodukte findet man bei Codecheck.info!

    Viele Produkte sind auch mit einer Getreide-Ähre gekennzeichnet, die durchgestrichen ist. Auch findet man diese Artikel heute häufig auch schon in besonders gekennzeichneten Bereichen.

    Geht man auswärts essen, wird es schwieriger: in den seltensten Fällen bieten Restaurants heute Hinweise oder Kennzeichnungen. Daher lieber konsequent fragen – und die Speisekarte ganz genau lesen!Alternativ im Internet recherchieren: mittlerweile informieren Betroffene einander im Web gegenseitig und geben Tipps zu geeigneten Restaurants und sogar Hotels.Hilfe und Unterstützung findet man auch bei der Deutschen Zöliakie Gesellschaft.
     
    Kopfsalat, Lebensfreude und Matthias gefällt das.
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  3. Matthias

    Matthias Mitglied

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    Da fällt mir spontan unser Flug letztes Jahr nach Neuseeland ein. Wir sind mit Emirates geflogen und dann konnte man glutenfreies Essen vorbestellen für den Flug. Meine Frau hat das gemacht und das Essen war sehr gut und lecker. Sowas nenne ich Service.
    Das hat übrigens noch den Vorteil, dass man sein essen rund 30 Minuten vor den anderen Passagieren serviert bekommt :)
     
    #2 Matthias, 24.04.2014
    Lebensfreude gefällt das.
  4. mausundelefant

    mausundelefant Mitglied

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    Lapeno : Gut recherchierter Artikel! Allerdings muss man als Glutenallergiker nicht auf Nudeln, Pizza etc verzichten. Es gibt mittlerweile (fast)alles in glutenfreier Variante. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, gerade die Nudeln haben einen sehr eigenen Geschmack. Viele verzichten da lieber, insbesondere dann, wenn sie die Unverträglichkeit erst als Erwachsener bekommen haben und den "echten" Geschmack kennen ...

    Betroffene, die gerne verreisen, fühlen sich in den skandinavischen Ländern oft gut aufgehoben- dort ist die Inzidenz der Zöliakie deutlich höher und das Angebot an glutenfreier Nahrung ist deutlich höher, als bei uns.
    Auch Neuseeland, Australien, USA und Kanada sind als Reiseziele ganz beliebt, da dort sehr hohe Kennzeichnungspflicht besteht. Und zwar nicht nach dem Motto 'frei von' sondern 'enthält.....' - das macht die Auswahl einfacher....
     
    #3 mausundelefant, 24.04.2014
  5. Lapeno

    Lapeno Mitglied

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    Danke für den Hinweis. Das hätte man natürlich noch hinzufügen können um es perfekt zu machen.
     
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