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Diätwillige in der Falle

Diskutiere Diätwillige in der Falle im Ernährung und Diät - Allgemeines Forum im Bereich Abnehmen und Diät Methoden; Hier mal ein Bericht, den ich die Tage entdeckt habe. Könnte mir vorstellen,das er den einen oder anderen interessiert. Auf der Suche nach den...

  1. Bernd

    Bernd Super Mod
    Moderator

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    Hier mal ein Bericht, den ich die Tage entdeckt habe. Könnte mir vorstellen,das er den einen oder anderen interessiert.

    Auf der Suche nach den Ursachen für die weltweite Zunahme von Adipositas (Fettleibigkeit) spielt die Vererbung eine große Rolle. Die Gene sind aber nur einer von vielen Faktoren. Schließlich hat sich die genetische Ausstattung der Menschheit in den letzten Jahrhunderten und Jahrtausenden nicht elementar geändert. Was sich sehr wohl geändert hat, ist unsere unmittelbare Umwelt. Gerade was den Aufwand für die Beschaffung von Nahrung anbelangt, hat sich allein in den letzten 30 Jahren ein enormer Wandel vollzogen. Schmackhafte, aber fett- und zuckerreiche Lebensmittel sind zu einem niedrigen Preis fast überall erhältlich. Es ist einfacher, schneller und billiger, Fast Food zu essen, als eine Mahlzeit zu Hause zuzubereiten. Fast überall und zu jeder Zeit sind wir mit einem Überangebot an Essen konfrontiert. Ob und wie diese Essreize wirken, haben Wissenschaftler am Institut für Psychologie der Universität Utrecht untersucht. Sie entwickeln nun eine Strategie, die helfen soll, mit der Flut von Essreizen besser umzugehen.


    Ziel-Konflikt-Theorie

    Viele Übergewichtige versuchen jeden Tag verzweifelt, zu kontrollieren, was sie essen. Sie verkneifen sich Leckereien und zählen Kalorien. Gerade dieses gezügelte Essen ist die beste Voraussetzung dafür, zuzunehmen! Das jedenfalls wollen die Forscher in den Niederlanden herausgefunden haben. Sie haben die „Ziel-Konflikt-Theorie“ entwickelt. Die Psychologen Professor Wolfgang Stroebe und Dr. Esther Papies wollen damit beweisen, dass sogenannte „kontrollierte Esser“ im Gegensatz zu „normalen Essern“ besonders anfällig sind für verlockende Essreize aus der Umgebung, zum Beispiel für Werbung mit Fotos von Speisen oder den Duft von Kuchen. Schnell kippen die guten Vorsätze, und das mündet in einen wahren Essanfall. Dagegen reagieren die „normalen Esser“, die sich nicht kontrollieren, auf diese Reize kaum. Sie essen in der Regel nur, wenn sie Hunger haben, und hören auf, wenn sie satt sind.

    Psychologischer Test mit 1.000 Personen

    Ständig prasseln Essreize und Esssignale auf uns ein. Ohne dass wir es bemerken, beeinflussen sie unser Essverhalten. „Das macht es schwer, unser Gewicht zu halten oder abzunehmen“, weiß Professor Wolfgang Stroebe. Um herauszufinden, wie diese Reize wirken, hat der Sozialpsychologe circa 1.000 Testpersonen untersucht. Zu Beginn wurden sie zu ihrem Essverhalten befragt: ob sie schon einmal eine Diät gemacht haben, wie viel sie im Durchschnitt abgenommen haben und ob sie viel über Essen nachdenken. Aus den Antworten ging hervor, ob jemand ein Gewichtsproblem hat und zu den sogenannten gezügelten beziehungsweise kontrollierten Essern gehört.

    Unterschwellige Reize lenken ab

    Im weiteren Testverlauf wurde das Reaktionsvermögen getestet. In schalldichten Kabinen konzentrierten sich die Probanden auf einen Bildschirm. Dort erschien ein zufälliger Mix aus Buchstaben – manche ergaben richtige Wörter (zum Beispiel „Straße“), manche waren ohne Sinn (zum Beispiel „bvshgfadi“). Die Aufgabe war es, die richtigen Begriffe von den Nonsenswörtern zu unterscheiden. Per Tastendruck signalisierten die Testpersonen den Experten blitzschnell, ob sie ein Wort erkannt hatten.


    Was die Probanden nicht wussten: Sie wurden gleichzeitig sogenannten unterschwelligen Reizen ausgesetzt. Begriffe wie „Torte“, „Pizza“ oder „Schokolade“ erschienen auf dem Bildschirm so kurz (24 Millisekunden lang), dass sie nicht bewusst wahrgenommen werden konnten. Trotzdem drangen die ultrakurzen Reize ins Unterbewusstsein ein und zeigten Wirkung: Die „kontrollierten Esser“ waren nach jedem Essbegriff in ihrer Reaktionszeit verzögert. Das heißt, durch das unterschwellige Esssignal wurden sie abgelenkt. Die eigentliche Aufgabe, nämlich die echten Wörter zu identifizieren, erledigten sie nur verzögert.


    Normale Esser schwer zu beeinflussen
    Anders die normalen Esser. Sie ließen sich auch durch die unterschwelligen Reize nicht beeinflussen und reagierten genauso schnell wie zuvor. Dr. Esther Papies leitet die Versuche: „Wir haben festgestellt, dass Leute, die auf Diät sind und die permanent beschäftigt sind, ihr Essverhalten zu kontrollieren, dass sie solche Essreize, auch wenn sie diese nicht erkennen können, dass sie ihr Diätziel unterdrücken. Und das sehen wir daran, dass sie länger brauchen, um das Wort zu erkennen.“

    Professor Wolfgang Stroebe geht davon aus, dass circa 85 Prozent der Übergewichtigen zu der Gruppe der kontrollierten Esser gehören. „Nach unserer Theorie haben Menschen mit Gewichtsproblemen die Schwierigkeit, dass sie sich in einem Konflikt zwischen zwei Zielen finden. Das Ziel ‚Essen genießen’ auf der einen Seite und das Ziel ‚Gewicht halten’ auf der anderen Seite. Normalerweise gelingt es ihnen, das Essgewichtskontrollziel abzuschirmen gegen das Essgenussziel, dadurch, dass sie einfach nicht ans Essen denken. Aber weil wir in unserer Umwelt ständig einer Flut von Essreizen ausgesetzt sind, haben diese Essreize, ohne dass die Menschen es merken, die Wirkung, dass sie das Essgenussziel stimulieren. Und das führt dann dazu, dass das Esskontrollziel, also der Gedanke daran, die Diät einzuhalten, unterdrückt wird.“


    Wege aus der Essfalle
    Nicht alle „kontrollierten Esser“ werden durch die Essreize beeinflusst, erklärt Professor Wolfgang Stroebe: „Wir haben bei unseren Forschungen in den neuesten Untersuchungen festgestellt, es gibt eine kleine Gruppe von erfolgreichen kontrollierten Essern. Und wir haben festgestellt, dass, wenn man sie mit schmackhaften Essreizen bombardiert, dann sogar die Diätgedanken für sie zugänglicher werden, als sie vorher waren. Warum das so ist, wissen wir nicht, sind aber im Augenblick daran, das herauszufinden. Wir nehmen an, dass man, wenn man sich immer wieder bemüht hat, das Essen zu kontrollieren, eine Verbindung geschaffen hat zwischen dem schmackhaften Essen und dem Diätgedanken und dass dann die Diätgedanken direkt stimuliert werden.“

    Wie kann man sich vor den permanenten Essreizen schützen? Die Wissenschaftler raten zur „Gegenstrategie“. Mit einem gezielten Verhaltenstraining kann man sich ein Schutzverhalten aneignen, damit geheime Verführer keine Chance haben. Dieses Verhalten kann für jeden anders aussehen. Das kann der Griff zum Kaugummi sein, der Griff zum Apfel oder zum Glas Wasser oder der intensive Gedanke an die Wunschfigur, die man einmal erreichen möchte. Auf jeden Fall muss dieses Verhalten so lange mit Hilfe von Therapeuten trainiert werden, bis es im Falle eines Essreizes ganz automatisch abläuft, sozusagen wie ein konditionierter Reflex.


    Diäten haben wenig Erfolg
    Es ist schwer, abzunehmen. Wenn man seine Ernährung langsam Schritt für Schritt umstellt, dann kann man sich besser an den neuen Lebensstil gewöhnen und ihn schließlich langfristig beibehalten. Denn kurzfristige Diäten sind häufig erfolglos. Der Gesundheit zuliebe sollte man ohnehin nicht zu schnell abnehmen – 8 bis 10 Kilogramm pro Jahr reichen völlig aus. Süße Leckereien muss man sich nicht gänzlich verbieten, denn das weckt nur den Heißhunger. In Ratgebern und Kochbüchern findet man Ideen für eine kalorienarme Küche, die trotzdem nicht fad und einseitig ist.


    Tipp von Professor Wolfgang Stroebe:
    Kontrollieren Sie Ihr Gewicht regelmäßig, denn Gewichtszunahmen sind schleichend. Wer nur 150 Kilokalorien am Tag mehr isst, als der Körper verbraucht, hat über das Jahr 3,5 Kilogramm mehr auf den Rippen. Kleine Gewichtszunahmen also besser sofort korrigieren!

    Gruß
    Bernd
     
  2. Anzeige

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  3. Susann

    Susann Mitglied

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    :grat:
    Das war ganz interessant zum Lesen. Das meist wusste ich, aber es geht schnell wieder vergessen. Danke dass du mein Wissen aufgefrischt hast, es spornt mich an, mich nicht so sehr den Reizen auszusetzen. :lob:
     
  4. Blonde Hexe

    Blonde Hexe Mitglied

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    ich bin ein Essenkontroller, ich muss immer kontrollieren, was ich esse. ich bin ja nur froh, dass mir das essen noch schmeckt und ich nicht in die magersucht verfallen bin. aber ich kontrolliere echt wann ich was esse und es ist echt fast ein zwang. ich kontrolliere nicht, wieviel dadrin ist. aber ich verkneife mir vieles und dann fall ich über diese dinge her, hatte ich jetzt über weihnachten *schäm*. jetzt ist wieder die zeit, wo ich alles genau unter die lupe nehme und ich hoffe, dass es so bleibt, da ich ja diese jahr mein ziel erreichen will.
     
    #3 Blonde Hexe, 12.01.2010
Thema:

Diätwillige in der Falle

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